POL-PB: Bilanz der Alkohol- und Drogenkontrollen in der Karnevalszeit: Neun Autofahrer aufgefallen - Fünf Führerscheine sichergestellt
Paderborn (ots) - (mb) Trotz der öffentlich angekündigten Kontrollen hat die Polizei im Kreis Paderborn auch beim Karneval in diesem Jahr wieder einige Unbelehrbare aus dem Verkehr ziehen müssen. Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch haben die Beamtinnen und Beamten vier Autofahrer (21, 22, 23, 50) gestoppt, die unter Alkoholeinwirkung standen. Zwei weitere Fahrer (27, 32) und eine Fahrerin (25) fielen wegen Drogenkonsums auf. Ein junger Fahrer (23) verunglückte am späten Rosenmontagabend bei Bad Wünnenberg unter Alkoholeinwirkung und verletzte sich leicht. Unter Drogeneinwirkung verursachte ein weiterer 23-Jähriger am Freitagabend einen Verkehrsunfall auf dem Dr.-Rörig-Damm in Paderborn, bei dem eine 33-jährige Rollerfahrerin schwer verletzt wurde. Fünf Fahrer mussten ihre Führerscheine sofort abgeben. Auch die anderen vier haben mit teils monatelangem Führerscheinentzug zu rechnen.
Landrat Manfred Müller kommentierte die Bilanz am Aschermittwoch: "Gerade im Karneval zählt doch eigentlich der Frohsinn und die Freude am Leben. Dazu passen keine Trunkenheitsfahrten oder die Verkehrsteilnahme unter Drogeneinwirkung mit deutlich erhöhtem Unfallrisiko und schlimmen Konsequenzen, unter denen nicht nur der Verursacher sondern viele unbeteiligte andere Menschen zu leiden haben."
Müller machte deutlich, dass Alkohol und Drogen nach wie vor zu den Hauptunfallursachen zählen. Gerade im Kreis Paderborn passieren im Vergleich zum gesamten Land Nordrhein-Westfalen zu viele Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkohol. Müller: "In der Jahresbilanz 2011, die wir in der kommenden Woche vorstellen, nimmt der Kreis Paderborn in Sachen Alkoholunfälle wieder einen der traurigen letzten Plätze in der Statistik ein." Alkohol- und Drogenkontrollen seien laut Müller ebenso wie flächendeckende Geschwindigkeitskontrollen unumgänglich, um langfristig deutliche Rückgänge von Unfällen aufgrund dieser Ursachen zu erzielen. Insbesondere die Gruppe der jungen Fahrer sei sich den Gefahren offenbar nicht bewusst - fünf von den neun beschuldigten Autofahrern waren zwischen 21 und 23 Jahren alt.
Zur Karnevalszeit im Jahr 2011 waren fünf angetrunkene Autofahrer angehalten worden und drei Alkoholunfälle angefallen.
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